Archiv für den Monat: Februar 2007

Tagebuch vom 28.02.2007

Wie heißt es so schön: „Das Leben schreibt die besten Geschichten“. Dem kann ich nur zustimmen. Außerdem wirft niemand dem unbekannten Verfasser unserer Lebensgeschichten vor, dass er einen schlechten Stil hat. Wenn sich bereits dagewesene Erfahrungen oder Erlebnisse wiederholen, dann ist das halt so und zeugt nicht von der fehlenden Kreativität des Autors. Und wenn völlig verrückte Zufälle eintreten oder sich Probleme wie von selbst lösen, dann ist das weder eine deus ex machina noch unglaubwürdig, sondern einfach die Realität. So ist das Leben nunmal. Unvorhersehbar. Unberechenbar. Und unglaublich spannend.

Die Kurzgeschichte „Frucht der Nachtschatten“ ist vollendet und wurde bereits von zwei Testlesern kommentiert. Jetzt geht die überarbeitete Geschichte an die Gruppenmitglieder. Zum Korrektur-Lesen.

Inzwischen hat das zweite Modul meines Praxissemesters begonnen. Das heißt ich darf wieder Lehrer spielen und die Schüler an der Kaufmännischen Schule Schwäbisch Gmünd unterhalten. Zur selben Zeit schreibe ich meine Hausarbeit zum Thema „PRÄPOSITIONEN“, arbeite in der Wohnung und beschäftige mich mit dem Projekt „CHICAGO“.

Ich habe gelesen: „DIE RÄUBER“ von Friedrich Schiller, das mich positiv überrascht hat. Als Klassiker bleibt es hier natürlich ohne Wertung. Über „DER ZAUBERER DER NACHT“ von Catherine Webb habe ich mich ziemlich aufgeregt. Die geniale Idee, der das Buch zugrunde liegt (und die übrigens Parallelen zu meinem Manuskript mit dem Titel „SPIEGELAUGE“ aufweist, sich aber schon bald in eine völlig andere Richtung entwickelt), wurde leider völlig verschenkt. Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig. Alles in allem gibt es von mir nur zwei Koma-Patienten.

Tagebuch vom 22.02.2007

Die Kurzgeschichte mit dem Titel „Frucht der Nachtschatten“ wird dichter und spannender. Die Charaktere fangen an, ein Eigenleben zu entwickeln. Das kommt mir persönlich sehr entgegen, denn dadurch fällt mir das Schreiben bedeutend leichter. William Faulkner, der unter anderem das Buch „The Sound And The Fury“ geschrieben hat, nennt diesen Prozess „tour de force“. Er bezeichnet auch noch andere Dinge als „tour de force“, aber so war William Faulkner nun einmal. Da kann man nichts machen.

Ich habe gelesen: „SURVIVOR“ von Chuck Palahniuk, für das es von mir vier Hummer gibt. Für meinen Geschmack ein überdurchschnittlich gutes Buch, keine Frage, aber verglichen mit den anderen Büchern aus der Feder des Autors nicht ganz so gelungen. Wäre das geniale Ende nicht gewesen, hätte es sogar beinahe nur drei falsche Rosen gegeben.

Tagebuch vom 13.02.2007

Der erste Eintrag im Monat Februar. Eigentlich eine Schande. In der Zwischenzeit ist so viel geschehen, es gäbe so viel zu berichten. Die Klausuren an der Universität Stuttgart sind alle geschrieben, die erste Hausarbeit durfte ich auch schon abgeben. Jetzt trennen mich nur noch zwei Seminarsitzungen von der so genannten „vorlesungsfreien Zeit“, die ich mir dadurch vertreibe, dass ich z.B. eine Hausarbeit schreibe und im Zuge meines Praxissemesters an meine alte Wirkungsstätte zurückkehre, das Wirtschaftsgymnasium meines Heimatsort. Übrigens steht auch schon mein Stundenplan fürs Sommersemester fest, das erst im April 2007 beginnt. Und das, obwohl manche Studentinnen und Studenten noch Klausuren und Prüfungen schreiben müssen. Aber ehrlich gesagt ist das der ganz normale Wahnsinn beim Studieren.

In meiner Freizeit warten viele wichtige Verantwortungen auf mich. Die Wohnung sieht langsam wie eine Wohnung aus und weniger wie eine Baustelle. Eine schrecklich ungemütliche Baustelle, noch dazu. Ich hoffe, dass wir in zwei Monaten einziehen können. Davor gibt es jedoch noch viel zu erledigen.

Die Kurzgeschichte mit dem Titel „Frucht der Nachtschatten“ ist zur Hälfte fertig geschrieben und muss bis Ende Februar vollendet sein. Außerdem gerät das Projekt „CHICAGO“ langsam ins Rollen. Und ich bin gespannt, was mir sonst noch so einfällt, sollte mir überraschend langweilig werden …

Ich habe gelesen: „DIE MESSERKÖNIGIN“ von Neil Gaiman, „SANCTUM“ von Markus Heitz und „DER NOMADENGOTT“ von Gerd Scherm, das von mir eine Top-Wertung von fünf Obelisken (= Bratspießen) bekommt.